Theisa       ... eine Perle mitten im Naturpark
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Im Jahr 2005 konnte der Zunftbaum errichtet werden. In der Dorfmitte präsentieren sich so Handwerker und Händler.

 

„Genau genommen“, so Sabine Töpfer-Schwab, Vorsitzende des Traditionsvereins, „ist es ein Zunftbaum in abgewandelter Form. Denn alteingesessene Zünfte gibt es ja hier nicht.“ Macht aber nichts, denn Agrar-Betriebe, Autolackiererein, Handelskontore und Transportunternehmen tun es genau so. Für fünf Jahre haben insgesamt acht Gewerke die Möglichkeit – gegen ein entsprechendes Entgeld – sich am Zunftbaum zu präsentieren. „Wichtig war uns dabei, dass die Unternehmen in der Region ansässig sind, Arbeitsplätze schaffen und auch hier ihre Steuern zahlen“, so Töpfer-Schwab weiter.
Der Verein übernahm diese Idee aus dem bayrischen Brauchtum, wo das Aufstellen von Zunftbäumen schon seit Jahrhunderten gepflegt werde. Auch heute könne man Zunftbäume in so ziemlich jedem Ort sehen.

Und Sabine Töpfer-Schwab war es auch, die diese Idee mit nach Theisa brachte. „Wir wollten nach der 800-Jahrfeier 2002 einfach mal etwas Ausgefallenes machen, was nicht jeder Ort hat“, schmunzelt die Vorsitzende. „Maibäume gibt es ja mittlerweile überall.“ Bei der Fertigung des 11,50 Meter hohen Baumes konnte der Verein auf die Unterstützung mehrerer Firmen bauen. Er erstrahlt in den brandenburgischen Farben. Das nicht ganz einfache Aufstellen des Zunftbaumes übernahm der Landwirt Uwe Lehmann. Die feierliche Weihe wurde trotz Dauerregens dann doch noch recht zünftig. Zimmermann Ingo Gahse zerbrach das Glas am Fuß des Holzmastens und verlas den Weihespruch,  der Frauenchor sang das Heimatlied und die Zeischaer Blasmusikanten spielten auf.

 
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