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„Genau genommen“, so
Sabine Töpfer-Schwab, Vorsitzende des Traditionsvereins,
„ist es ein Zunftbaum in abgewandelter Form. Denn
alteingesessene Zünfte gibt es ja hier nicht.“ Macht aber
nichts, denn Agrar-Betriebe, Autolackiererein,
Handelskontore und Transportunternehmen tun es genau so. Für
fünf Jahre haben insgesamt acht Gewerke die Möglichkeit –
gegen ein entsprechendes Entgeld – sich am Zunftbaum zu
präsentieren. „Wichtig war uns dabei, dass die Unternehmen
in der Region ansässig sind, Arbeitsplätze schaffen und auch
hier ihre Steuern zahlen“, so Töpfer-Schwab weiter.
Der Verein übernahm diese Idee aus dem bayrischen Brauchtum,
wo das Aufstellen von Zunftbäumen schon seit Jahrhunderten
gepflegt werde. Auch heute könne man Zunftbäume in so
ziemlich jedem Ort sehen. |
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Und Sabine
Töpfer-Schwab war es auch, die diese Idee mit nach Theisa
brachte. „Wir wollten nach der 800-Jahrfeier 2002 einfach
mal etwas Ausgefallenes machen, was nicht jeder Ort hat“,
schmunzelt die Vorsitzende. „Maibäume gibt es ja
mittlerweile überall.“ Bei der Fertigung des 11,50 Meter
hohen Baumes konnte der Verein auf die Unterstützung
mehrerer Firmen bauen. Er erstrahlt in den brandenburgischen
Farben. Das nicht ganz einfache Aufstellen des Zunftbaumes
übernahm der Landwirt Uwe Lehmann. Die feierliche Weihe
wurde trotz Dauerregens dann doch noch recht zünftig.
Zimmermann Ingo Gahse zerbrach das Glas am Fuß des
Holzmastens und verlas den Weihespruch, der Frauenchor
sang das Heimatlied und die Zeischaer Blasmusikanten
spielten auf. |