Grittibänze backen

Ein uraltes traditionelles Schweizer Weihnachtsgebäck für den Niklaustag oder für den Weihnachtsmann… am 6. Dezember 2018

Für 4 Stück

Backpapier für das Backblech

Teig:

  • 500 g Mehl, z.B. weisses Weizen- oder Dinkelmehl
  • ½ EL Salz
  • 2 TL Zucker
  • 75 g Butter, weich
  • ½ Würfel Hefe (21 g), zerbröckelt
  • 2,75 dl Milch, lauwarm

Verzierungen:

  • Haselnüsse, Baumnüsse, Sultaninen, Hagelzucker
  • 1 Ei verklopft, zum Bestreichen

Zubereiten: ca. 40 Minuten
Gehen lassen: ca. 1 Std
Backen: ca. 40 Minuten

Weiche Butter in Stücke schneiden. Mit dem Mehl, Salz und Zucker in eine Rührschüssel geben. Milch, und Hefe mit einem Schwingbesen verrühren. Alles zusammen von Hand oder mit dem Knethaken in der Maschine kneten, bis der Teig zusammenhält (Teig ist eher feucht). Teig zu einer Kugel formen und zugedeckt bei Zimmertemperatur ca. 1 Stunde aufgehen lassen. Teig nochmals kneten und zugedeckt 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

2. Teig vierteln, wenig davon für die Verzierung beiseite legen, jeden Viertel zu einer ovalen Form drehen, dabei den Teig einrollen und die Oberfläche glatt ziehen.

Für den Kopf auf beiden Seiten der Teigrollen mit dem Teighorn je ein Dreieck herausschneiden, für Arme und Beine Teig einschneiden.

Verzierungen: Sultaninen, Nüsse usw. tief in den Teig drücken, mit restlichem Teig Verzierungen formen wie Halstuch, Mütze, Gurt usw., Verzierungen mit wenig Wasser ankleben, für Haare mit einer Schere Zacken in den Kopf schneiden
Grittibänze auf mit Backpapier belegten Blechrücken legen, mit verklopftem Ei bestreichen, in die untere Hälfte des kalten Ofens schieben, Ofen auf 200 °C Ober/Unterhitze einschalten. Backzeit: 30-40 Minuten.

Backprobe: Der Grittibänz ist fertig, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl tönt.

Viel Spass und guten Appetit!

Wir wünschen allen Kochbegeisterten eine gesegnete Adventszeit,
fröhliche und besinnliche Weihnachten
und für alle eure Kochkünste gutes Gelingen.

Bitte senden Sie uns Ihr Lieblings-Weihnachts-Menus an unsere E-Mail: meindorf2017@gmail.com

Wir freuen uns!
Elke Greger und Marianne Vogler


Warum feiern wir den Nikolaustag?

Das Fest des heiligen Nikolaus am 6. Dezember ist ein wichtiger Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Er ist nicht nur Geschenksbringer, sondern auch ein pädagogisches „Erziehungsmittel“, denn bei seinem Besuch werden sowohl die Guten als auch die „schlechten“ Taten des jeweiligen Kindes verlesen. Unartigen Kindern wird mit dem Nikolaus gedroht, der ihnen am 6. Dezember die bösen Taten vorhalten und ihnen keine Geschenke bringen wird.

Leben
Der heilige Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert (* um 286, + um 345) in Myra, in der heutigen Türkei. Nikolaus trat in seiner Heimatstadt in ein Kloster ein und wurde in der bald darauf einsetzenden Christenverfolgung um 310 gefangen genommen und gefoltert. Trotzdem blieb er dem christlichen Glauben treu und verbrachte der Legende nach viele Wunder.

Legenden
In einer armen Familie konnte er durch Geldgeschenke verhindern, dass der Vater die Töchter zur Prostitution zwingen mußte, indem er ihnen heimlich durch Fenster und Kamin in die darin aufgehängten Socken Geld steckte.
Ein in Seenot geratenes Schiff mit drei Pilgern an Bord, die heiliges Öl in eine christliche Kapelle bringen sollten, rettete er, indem er an Bord stieg und den Sturm stillte. Myra soll er vor einer Hungersnot bewahrt haben. Durch die zahlreichen Legenden die ihn umgeben, ist es nicht verwunderlich, dass er einer der beliebtesten Heiligen bei Groß und Klein ist. Außerdem ist er Schutzpatron der Reisenden, Kinder, Schiffer, Bäcker und heiratslustigen Mädchen.

Brauchtum
Im 6. Jahrhundert begann die Verehrung des heiligen Nikolaus in der griechischen Kirche, im 8. Jahrhundert breitete sich diese in Mittel- und Südeuropa aus. In Deutschland entstand um 980 die erste Nikolauskirche, bis zum 16. Jahrhundert gab es über 2.200 Kirchen mit seinem Namen!
Die Volksfrömmigkeit hat den Nikolaustag mit reichlich Brauchtum versorgt, seit 1555 ist Nikolaus als Geschenkesüberbringer für Kinder belegt.

Am Abend des 5.12. oder am Abend des Nikolaustages stellen die Kinder ihre frischgeputzten Stiefel vor die Tür und warten darauf, dass der Nikolaus sie mit Süßigkeiten, Früchten und Nüssen füllt. In manchen Familien kommt an einem dieser beiden Abenden der Nikolaus mit seinem Begleiter persönlich vorbei. Im Bischofsgewand, mit langem weißen Bart, Hydra (Bischofsmütze), Bischofsstab und goldenem Buch besucht er die Kinder. Er spricht Lob aber auch Tadel aus und überreicht den Kindern ihre Geschenke. Die Kinder bedanken sich bei ihm entweder mit einem Nikolausgedicht oder –lied. Ein typisches Nikolauslied ist: „Laßt uns froh und Munter sein…“. Die Erwachsene beschenken sich an diesem Tag manchmal mit einem Schokoladen-Nikolaus.

Am 5. Dezember kommt der Nikolaus und füllt die Stiefel

Nikolaus-Begleiter
Beim Einkehrbrauch wird der heilige Nikolaus meist vom Knecht Ruprecht begleitet. Dieser hat ein geschwärztes Gesicht, zerrissene und schmutzige Kleidung am Leib, ist in Ketten gelegt und hat Rute sowie Sack dabei. Er stellt den gezähmten Teufel dar, der das Böse repräsentiert, sich aber fest in der Gewalt des Guten, des Heiligen Nikolaus, befindet. Durch seine wilde Erscheinung sowie dem Klirren der Ketten, jagt er den Kindern Angst ein um ihren „bösen“ Taten Nachdruck zu verleihen und sie zu artigeren Kindern zu ermahnen.

Bratäpfel
Nachdem der Nikolaus die Familie verlassen hat, packen die Kinder ihre Stiefel oder kleinen Geschenke aus. Die Familie sitzt bei Plätzchen, Stollen und Glühwein zusammen und plaudert. Oft bereitet die Hausfrau zu diesem Anlass Bratäpfel zu. Dieses weihnachtliche Dessert wird aus säuerlichen Äpfeln zubereitet. Das Kerngehäuse der Äpfel wird ausgestochen und mit Zucker, Nüssen und Rosinen gefüllt. Im Backofen werden die Bratäpfel ca. 25. min. gebacken und anschließend mit oder ohne Vanillesauce serviert.