Herzlich willkommen in unserem schönen Theisa…

Lausitzer Rundschau vom 10. Juli 2018

„Es kann so einfach sein“

Theisa träumt von einem Schloss

Das hat was!“ – so klingt Euphorie in Theisa. Mehr als 70 Neugierige sind am Wochenende ans Gutshaus gekommen, um sich mit den Ideen zur Nachnutzung des in die Jahre gekommen Gebäudes zu befassen. Künstler Steffen Modrach setzt auch hier auf den Hundertwasser-Stil. FOTO: Veit Rösler

Theisa. Um das Gutshaus im Dorf zu erhalten, setzt Steffen Modrach auf ein Projekt mit Aha-Effekt. Von Veit Rösler

Dieser Spannungsbogen hat schon mal funktioniert und was da präsentiert wurde, hat Chancen, in die Tat umgesetzt zu werden! Die Geheimniskrämerei des in Theisa in der Gründung befindlichen „Fördervereins Gutshaus“ und von Künstler Steffen Modrach aus Naundorf bei Schlieben hat mehr als 70 Neugierige zum alten Rittergut gelockt. Der „Förderverein Gutshaus“ hat sich auf die Fahnen geschrieben, in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Bad Liebenwerda, Fördermittelstellen, Sponsoren und anderen Unterstützern das Gutshaus im Ortskern wieder attraktiv und damit nutzbar zu machen. Durch die Fördervereinsvorsitzende Marianne Vogler-Balsiger angeschoben, hat sich Künstler Steffen Modrach der Problemstellung angenommen und ein Projekt erarbeitet. Steffen Modrach zeichnete zunächst einmal eine Bestandsanalyse auf. Ein unschönes im Verfall befindliches Gebäude mit ansteigender Feuchtigkeit im Keller, mit Rissen im Mauerwerk und desolaten Baumaterialien sucht nach Mitteln zur Erhaltung. Diese sind mutmaßlich wegen des schlechten Gesamtzustandes nicht zu erwarten, denn es gebe im Land Brandenburg Hunderte ähnlicher Gebäude in einem ebenso schlimmen Zustand.

Es brauche also ein Wunder, um das 250 Jahre alte und daher eigentlich wertvolle Gemäuer zu erhalten. In Anlehnung an die Brandenburg-Image-Kampagne des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) „Es kann so einfach sein“ meint Künstler Steffen Modrach, es brauche nur ein möglichst außergewöhnliches Konzept mit Alleinstellungsmerkmal, das aufgrund seiner Individualität auch noch überregional Neugierige anlocke und damit Mittel erwirtschafte.

Steffen Modrach zog Vergleiche mit außergewöhnlichen und zum Teil spektakulären Gebäuden, wie dem Schloss Neuschwanstein, den Hundertwasserprojekten in Wien und Magdeburg und dem Eiffelturm in Paris, die all diese Stätten berühmt und reich gemacht haben.

In einer feierlichen Zeremonie wurde dann zusammen mit Sabine Töpfer-Schwab das geheimnisvolle Projekt in Form eines dreidimensionalen Gebäudes enthüllt. Erwartungsgemäß zeigt sich das in der Fantasie umgestaltete neue Gutshaus in Form von Schloss Lilllliput in Naundorf bei Schlieben, das Steffen Modrach ebenfalls entwickelte. Auch das lehnt sich an Konzepte von Friedensreich Hundertwasser (Friedrich Stowasser; 1928-2000) an. In das Projekt sollen – wie bei Hundertwasser – Konzepte der Natur, in dem Fall des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft, einfließen und es soll Theisa weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen. Erstaunlicherweise zeigten sich nahezu alle Anwesenden von dem Projekt beeindruckt. „Das hat was“ und Formulierungen wie „wunderbar“ und „außergewöhnlich“ waren mehrfach zu hören. Es gab kaum Gegenstimmen. Wenn überhaupt, drehten sich diese um die Finanzierbarkeit. „Also ich sehe wegen der außergewöhnlichen Extravaganz des Projektes wenige Probleme, dafür Mittel zu bekommen“, meinte Kulturamtsleiter Andreas Pöschl zuversichtlich. Kreisdenkmalpfleger Gerd Günther sieht in der Umsetzbarkeit ebenfalls weniger Schwierigkeiten als vielmehr in der dauerhaften Nutzung.

Das Modell von Steffen Modrach kann im Gutshaus besichtigt werden.

Voranmeldung:
E-Mail: gutshaustheisa@gmail.com
Telefon: 035341 472 772

Wir geben unserem Gutshaus eine Chance…

…weil wir unseren Ortskern für uns und unsere Region attraktiv machen wollen!

…weil wir wieder einen Dorfmittelpunkt für Jung und Alt haben möchten!

…weil wir uns aktiv an der Dorfgestaltung einbringen und mit anpacken wollen!

…weil wir das Gutshaus auch für die nächsten Generationen zukunftssicher gestalten wollen!

Wettbewerb

Wie gefällt Ihnen das Modell von Steffen Modrach?

Wie soll das Gutshaus in Zukunft heissen?

Schicken Sie uns bitte eine E-Mail mit Ihren Antworten an: gutshaustheisa@gmail.com

Was gibt es zu gewinnen?
Aus allen Vorschlägen wird von unserer Jury ein passender Name ausgewählt. Alle Teilnehmer nehmen an der Verlosung teil.

2 Personen gewinnen einen Ausflug mit Steffen Modrach in die „Grüne Zitadelle“ von F. Hundertwasser in Magdeburg.

Teilnahmebedingungen
Teilnahmeschluss ist der 31. Juli 2018
Der Gewinner wird per E-Mail oder Telefon informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt.

Auch Ihre Meinung, Ihre Ideen und Ihre Anregungen fürs Gutshaus sind uns sehr wichtig. Mit Hilfe Ihrer ehrlichen Antworten können wir an der Zukunft unseres Gutshauses weiter arbeiten, Details ausfeilen, die Finanzierung sichern und unsere Vision verwirklichen.

Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele Menschen gemeinsam träumen, ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.

Förderverein Gutshaus Theisa (in Gründung)
Liebenwerdaer Str. 16, 04924 Theisa
E-Mail: gutshaustheisa@gmail.com


Herzlich Willkommen in unserem schönen Theisa…

Theisa ist der östlichste und der nördlichste Ortsteil der Stadt Bad Liebenwerda im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg und liegt acht Kilometer nordöstlich der Stadt linksseitig an der Kleinen Elster im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft Naturpark NLH. Der Ort befindet sich teilweise im Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa Niederlausitzer Heidelandschaft und ist mit seiner Gemarkungsgröße von mehr als 1.700 ha Fläche einer der größten Orte im Landkreis Elbe-Elster.

Karte Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa und Infos Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa

Theisa ist seit 1993 Ortsteil der Stadt Bad Liebenwerda und besitzt derzeit ca. 400 Einwohner (2016).

Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
Ein wahrer Schatz an landschaftlichen Kleinoden versteckt sich ganz im Süden Brandenburgs – an Theisa angrenzend – die purpurn blühende Heide, sagenhafte Moorlandschaften oder romantische Streuobstwiesen lassen sich per Rad oder zu Fuß erkunden. Bizarre Bergbaurelikte bringen zum Staunen und eine Kahn- oder Bootsfahrt im „Kleinen Spreewald“ entspannt in idyllischen Wasserlandschaften. Rund eine Stunde von Dresden und etwa 2 Stunden von Berlin bietet diese noch wenig besuchte Kulturlandschaft all jenen, die Erholung in abwechslungsreicher Landschaft schätzen genau das Richtige. Wir laden Sie ein, sich verzaubern zu lassen!

Weitere Infos zur Geschichte von Theisa finden Sie im Menu unter der Rubrik Ortsgeschichte.