Wir stellen vor…

Familie Lehmann aus Theisa – eine dynamische und aktive junge Familie…

Mutter – Vater – Kind? – nein, Kinder! Sandra und Stefan Lehmann geben einen kleinen Einblick in ihr Leben.

Sandra und Stefan Lehmann und ihre Kinder Felix (4 Jahre) und Philipp (1 Jahr) haben sich für ein Leben mit Arbeit, aber auch viel familienfreundlichen Aspekten entschieden. Mit einer großen Bauernhochzeit feierte das junge Paar am 11. Mai 2013 mit dem ganzen Dorf in Theisa. Die junge Justizfachangestellte (29) und der Fleischermeister (30) leben seit 2010 gemeinsam in einem (damals) 4Generationen-Haus. Diese früher übliche Wohnform ist aus heutiger Sicht eine absolute Seltenheit und deutet auf eine ungeheuer hohe Toleranzgrenze aller Hausbewohner hin. In diesem Haus wurde es nie anders gehandhabt. Es war eine einfache Rechnung, dass Stefan seine Sandra mit in sein Elternhaus holte. Die Arbeit im Familienbetrieb, die Nähe zur Scholle und das ganze übernommene Familiengefüge – da blieb nicht viel Zeit zum Überlegen, wo man in Zukunft gemeinsam leben wollte. Bei einem respektvollem Umgang unter den verschiedenen Generationen kann und ist in diesem Fall eine wertvolle Partnerschaft zwischen Großeltern, Kindern und Enkelchen gewachsen.

Sandra, aus dem Nachbarort Thalberg stammend, verbrachte viel Zeit in ihrer Kindheit bei Tante Sabine und Onkel Frank in Theisa. Schon damals lernte sie hier ihre heutigen Freunde kennen.

Ihre Ausbildung absolvierte sie in Hamburg und arbeitete danach weiter in der Hansestadt. Nach dem Umzug nach Theisa wechselte sie an ein Sozialgericht in Berlin. Stefan ist gebürtiger Theisaer und geht seinem Beruf in einem Fleischerbetrieb in Doberlug Kirchhain nach.

Die sparsame Freizeit verbringen Sandra und Stefan in erster Linie mit ihrer Familie und an zweiter Stelle vorwiegend aktiv im Feuerwehrverein e.V und bei den „TAKTLOSEN“. Beide Vereine werden wir im Laufe des Jahres auf der Homepage noch konkreter vorstellen.

Hier sind noch ein paar Fragen in Bezug auf Theisa.

Frage an Familie Lehmann: Was gefällt euch an Theisa und Umgebung?

Sandra: Wir kennen uns nicht nur aus der Schulzeit, sondern schon aus der Kindergartenzeit. Dieser Zusammenhalt verbindet ungemein und ließ uns sogar einen eigenen Verein (Die Taktlosen) gründen.

Stefan: Es ist meine Heimat. Meine Freunde leben in unmittelbarer Nähe und ich fühle mich hier zu Hause.

Frage: Was vermisst ihr in Theisa?

Sandra: Theisa bräuchte einen Ort, an dem man Leute aus dem Ort trifft. Theisa wird zwar regelmäßig von Verkaufswagen angefahren, aber hier fehlt einfach ein Dorfladen.

Stefan: Einen guten Handyempfang!

Frage: Was stört bzw. geht gar nicht?

Sandra: Wenn für die Gaststätte „Sportlerheim“ ab dem nächsten Jahr kein neuer Pächter gefunden wird….

Stefan: Ein großer Teil der Gehwege sind in einem sehr schlechten Zustand. Vielleicht findet man bald eine Lösung, welche die Leute finanziell nicht so sehr belastet.

Frage: Was sollte in Theisa geändert werden ?

Sandra: Es wäre schön, wenn die Dorfgemeinschaft noch mehr die regionalen Produkte zu schätzen wüsste, denn so würde die Wirtschaft in unserer Umgebung gestärkt werden.

Stefan: Der Zustand der Liebenwerdaer Straße wird immer schlechter und problematischer.

Frage: Was sind eure Wünsche für die Zukunft?

Sandra: Ich würde mich freuen, nach meiner Elternzeit einen Arbeitsplatz in der Nähe zu finden. Die Fahrzeit zum jetzigen Arbeitgeber ist zu lang und fehlt der Familie, zumal auch ein landwirtschaftlicher Betrieb zu Hause wartet.

Stefan: Der Erhalt der Gaststätte ist uns Theisaern wichtig. Mit dem näheren Zusammenrücken der Vereine und eine Festigung der Dorfgemeinschaft könnte man gemeinsam viel erreichen.

Der Ortsbeirat Theisa bedankt sich bei der Familie Lehmann ganz herzlich.
Das Gespräch führte Elke Greger, Theisa